Mensa, Stuttgart

 

Universität Stuttgart-Vaihingen
Wettbewerb: 1970, 1. Preis
Fertigstellung: 1976
Auftraggeber: Land Baden-Württemberg

Ausgehend von den Abmessungen eines Esstisches mit beidseitig fünf Sitzplätzen wird ein Betonskelett konstruiert (Achsmass 3.20 x 3.20 m), das auf verschiedenen Ebenen, vom grossen Esssaal mit über 1 000 Sitzplätzen, über ein Restaurant und eine Cafeteria, auch Club- und Aufenthaltsräume in sich aufnimmt.

Die Decken sind, innerhalb des vom Stützenraster gegebenen Ordnungssystems, an verschiedenen Stellen geöffnet, um das von den Dachöffnungen kommende Licht, in die unteren Geschosse einzulassen und gleichzeitig das Haus in seinem Inneren räumlich zu verbinden. Die enge Stützenstruktur ist tatsächlich ein raumbildendes Element, das den grossen Esssaal, aber auch alle übrigen Bereiche des Hauses, in kleinmassstäbliche, ‘bewohnbare’ Einheiten aufteilt, ohne sie voneinander abzugrenzen.

In diesem roh belassenen verglasten Betonskelett, mit sichtbar geführter Technik, werden zusammen mit dem Künstler Roland Gfeller Corthésy Aufenthaltsräume, Cafeteria, Restaurant und Bar durch Möblierung, Beleuchtung und Farbgebung in ein eigentliches Clubhaus verwandelt, ohne dabei die Klarheit der Konstruktion im Geringsten zu trüben.

Aussenaufnahme
Die Mensa am Abend
Esssaal mit Durchblick zu den Clubräumen
Grundriss Erdgeschoss
Schnitt durch das Gebäude
 
1981/1995 Spar- und Leihkasse Bern1976 Siedlung Lorraine Burgdorf