La Maison Rouge, Les Bois

 

1995-1999
Auftraggeberin: Stiftung fur das Pferd, Les Breuleux JU


Auf einem Hochplateau in den Freibergen mit sanftem von Norden nach Suden leicht fallenden Rücken, mit auslaufenden Weiden und Wäldern und mit von Osten nach Westen unbegrenzter Aussicht befindet sich das Grundstuck „La Maison Rouge“. In dieser Anlage können alte Pferde, deren Besitzer ihnen das gönnen wollen, den Lebensabend verbringen.
Am Rand eines weitläufigen Geländes mit Weiden für die Tiere und Spazierwegen fur die zahlreichen Besucher (rund 100 000 pro Jahr!) ist der als ‚Maison Rouge‘ bekannte ehemalige Ursulinenbau ein Orientierungspunkt.
Zum Informationszentrum ausgebaut, wurde ihm ein Neubau mit Wohnungen und Restaurant beigeordnet. Eine Scheune und funf Stallungen gruppieren sich um einen Hof, der sich zwischen den Ställen zur Landschaft hin öffnet.
Bei der Planung der Neubauten wurde im Besonderen darauf geachtet, die eindrucksvollen topographischen Merkmale zu bewahren und die grosszugige Fernsicht nicht abzuriegeln. Ausgehend von der Boxengrösse als kleinster Einheit wurde die Anlage auf einem quadratischen Raster organisiert. Eine bestimmte Anzahl von Boxen ergibt die Dimension eines Stalles, mehrere Ställe umgrenzen eine Folge von Aussenräumen und bilden ein Gewebe von Höfen, Plätzen und Wegen.
Gebaut wurde mit Holz und Beton: Aus Beton sind die Stützmauern und das Tragwerk der neuen Scheune, sowie der Neubau neben der Maison Rouge. Aus Holz sind die Träger über den Ställen: Sie überspannen die ganze Breite des Innenraums, der frei unterteilbar bleibt, formen die Oberlichter, die für Tageslicht und frische Luft sorgen, und bilden schliesslich als Vordächer Witterungs- und Sonnenschutz für die Pferde und einen gedeckten Rundgang für die Besucher.

Stallgebäude
charakteristische Dachkonstruktion
Fassadenraster
Paddock
Fassadenimpressionen
Situation
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