Synagoge, Potsdam

 

Internationaler Wettbewerb, 2009, Ankauf 4. Platz
Auslober: Land Brandenburg

Gegenstand des Wettbewerbs waren Vorschläge für eine neuen Synagoge in unmittelbarer Nähe zum geplanten rekonstruierten Stadtschloss Potsdam.

Ausgangspunkt für das Gebäudekonzept, das in Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Büro Van Geisten Marfels und im intensiven Dialog mit Rabbiner David Polnauer sowie dem Künstler Georg Steinmann entwickelt wurde, bildet der Begriff der Synagoge als Ort des Gebets, der Versammlung und des Studiums: Die Räume dafür werden unter einem Dach vereint, auf verschiedenen Ebenen als "Häuser" im Haus. Verbunden werden sie mit einem Weg durch das Gebäude, ein Weg von Ziel zu Ziel, der immer wieder selber zum Ort wird: zum Foyer, zum Raum für Ausstellungen, Aufenthalt und Begegnung. Die Räume sind untereinander und mit diesem Weg verflochten. Es entsteht eine innere Transparenz über Bezüge von Raum zu Raum und Kontaktmöglichkeiten nach oben und unten. Die Räume wachsen zusammen zu dem einen Haus der Glaubensfamilie.

Die Relieffassade bringt die Vielschichtigkeit des Gebäudes im Stadtbild Potsdams zum Ausdruck. Den einzelnen Funktionen sind eigene Fassadenschichten und Fensterformate zugeordnet. Mit ihnen und mit dem Material Sandstein wird Bezug genommen auf die alte, zerstörte Synagoge am Wilhelmsplatz.

Visualisierung der Hauptfassade
Situationsplan
Erdgeschoss
Längsschnitt
Querschnitt
Ansicht Strasse
2009 Balderstrasse Bern2009 Le Roselet